Zar Peter, der Gründer dieser Stadt, wollte hier vor 300 Jahren das Venedig des Osten erbauen. Die Stadt wimmelt nur so von Kanälen, Brücken und den bei Touristen sehr beliebten Sightseeing-Booten. Ein Mal in der Stunde fährt an unserem Fenster eine Büchse mit Touristen vorbei, die sich von einer freundlichen Dame alles erklären lassen, woran sie gerade vorbeifahren. Vor ein paar Tagen sind wir auch mal an Bord gegangen. Für schlappe 400 Rubel ist man etwa eine Stunde auf dem Wasser und kann sich so allerhand berichten lassen – in russischer Sprache natürlich. Englisch wird ein Mal am Tag gesprochen, die Fahrt beginnt dann aber um 16 Uhr. Also während man gerade am Frühstückstisch sitzt. Der Weg führte uns über die Neva und durch die Kanäle Fontanka und Moika. Die Hälfte der Strecke kannten wir schon, weil wir schon unzählige Male am Ufer entlang gegangen sind. Zur Arbeit, zum Einkaufen, zu unserem Minihotel oder auch einfach nur so, weil die Füße schon lange nicht mehr weh getan haben.
Die junge Dame, die den Passagieren von der Geschichte der Stadt und ihrer Kanäle erzählte, spielt mit Sicherheit schon seit 20 Jahren Didgeridoo. Ich habe nicht rausfinden können, wie’s funktioniert, aber sie muss beim Sprechen zwischendurch eingeatmet haben. Vielleicht hatte sie auch Kiemen. Oder sie hat vor Antritt der Fahrt ein Mal gaaanz tief Luft geholt. Diese Frau hat nämlich während der gesamten Zeit auf dem Boot ununterbrochen gesprochen. Sehr beeindruckend. Sie hatte auch eine ganz angenehme Stimme, es war somit nicht so schlimm, dass ich nichts verstanden habe.
Lebst du noch kai?? Haben nämlich nichts mehr von dir gehört Email Technisch!
Wurdest du etwa Entführt und ein Terrorist / Bot / Schröder schreibt deinen Blog hier???
Falls ja, haben wir schon ein paar Euros zusammen für das Lösegeld! ^^
Liebe Grüße
Das Online Team
Heißt Moika nicht “Autowaschanlage”?
Anni! не плохо!
Darauf sind wir auch schon mal gekommen und haben auch jemanden gefragt, wissen aber leider nicht mehr wen, im Moment. Jedenfalls, der Moika-Kanal wurde wohl früher zum Waschen verwendet. Vielleicht auch zum Baden. Ich recherchiere das noch mal.
Ein mal wenn ich jung war spielte ich den Klarinett. Mein lehrer hat dann erzaehlt dass es ein Wegen gebit um gleiczeitig balsen und atmen… Vielechit kann diese Dame genau das?
Ja, ich denke, das wird es sein. Vermutlich ist das sogar die gleiche Technik, die Didgeroo-Spieler verwenden.
Der Spaß heißt Zirkularatmung (http://de.wikipedia.org/wiki/Zirkularatmung), funktioniert aber nur, wenn man Stimmbänder zwischen den Lippen hat, weil man die Luft für die Einatmephase in den Backentaschen speichert. Ich besitze übrigens – in diesem Zusammenhang – einen CD-Lernkurs für mongolisches Obertonsingen. Interessiert das hier jemanden? Nein? Schade.