Es regnet. Es sind vielleicht 15 Grad. Macht ja nichts, dass im restlichen Europa der Hochsommer ausgebrochen ist! Ich komme schon klar. “Restliches Europa”.
Tja.
Habe ich schon gesagt, dass es regnet?
Es ist so: Ich muss eigentlich dringend Hausaufgaben machen. Morgen warten sowohl Shenja als auch Nina auf mich und wollen alles mögliche wissen über Verben der Bewegung und…Mengenangaben und Gemüsesorten. Gemüsesorten kann ich eigentlich schon. Mengenangaben sind entweder mit Genitiv Singular oder Genitiv Plural. Easy.
Verben der Bewegung! Es gibt 13, glaube ich. Darunter sind auch so abgefahrene Sachen wie “Eier legen” und “Kleidung (durch die Gegend?) tragen” (нести/носить; hier ist noch wichtig zu unterscheiden, ob man einmal gezielt Eier legt bzw. Kleidung trägt oder sozusagen permanent, auf regelmäßiger Basis). Weiß der Himmel, wann ich das nächste Mal darüber reden will, wer welche Eier (wohin -> Akkusativ!) legt. Verben der Bewegung sind etwas eigenwillig. Man muss wissen, ob man z.B. nur ins Kino gehen will oder auch wieder zurückkommen will. Falls man nicht über das Zurückkommen reden will oder noch nicht weiß, ob man das vorhat, nimmt man das Verb “идти”, ansonsten, falls man am nächsten Morgen über den Kinobesuch spricht und also nicht mehr den Abspann guckt und alles schon über die Bühne gegangen ist (man zu Hause geschlafen hat etc.), heißt es “ходить”. Ich sage ja, ich komme voll drauf klar. Ist doch fast wie Englisch! Hallo?!
Tut mir leid, dass es in diesem Blog immer um so dröge Themen geht, wenn ich was schreibe. Das kommt, weil ich entweder arbeite oder Russisch lerne. Worüber soll man da schreiben? Ab und zu esse ich mal was, heute u.a. Kartoffelbrei. Interessant?
Mein Bier ist gleich alle.
Heute habe ich es endlich mal geschafft, die Blogempfehlung einer Freundin in Moldawien anzugucken und bin auf Anhieb ganz sentimental geworden. Das ist echt noch eine andere Nummer als hier. Ist mir bei der Gelegenheit wieder eingefallen. Aber irgendwie vermisse ich es trotzdem manchmal. Chisinau ist halt unspektakulär, außerdem ist Moldawien generell recht intolerant, wie man in den letzten Tagen leider wieder erfahren musste. Als Ausländer (m/w) hatte man dementsprechend das Gefühl, wirklich am Ende der Welt angekommen zu sein. Dafür war das gesamte Netzwerk etwas enger und die Leute zwar auch nicht perfekt, aber passte schon. Hier kennen wir bisher privat nur Deutsche oder Russen, die Deutsch sprechen. Der ein oder andere versprengte Finne oder Engländer ist auch mal dabei, aber insgesamt ist es doch eine eher homogene Angelegenheit. Auch nett. Aber halt. Na ja. Der kulturelle Austausch bleibt bisher für meinen Geschmack etwas auf der Strecke. Ist halt ironisch (im Sinne von Alanis Morissette), dass ich ausgerechnet in einem Institut arbeite, das sich den kulturellen Austausch quasi auf die Fahnen schreibt.
Wir machen aber ganz nette Sachen, die noch besser wären, wenn wir sie nicht nur organisieren, sondern uns tatsächlich auch…einlassen würden auf sie.
Oh jeh, armes Linder,
wir leiden dafür an Überhitzung. Ich würde am liebsten den ganzen Tag im 4°C-Raum verbringen, sonst ist es überall unerträglić. Ferner sieht man mit kurzen Hosen unter dem weißen Laborrattenkittel so aus wie diese Männer in den Parks mit der rosa Schleife um, die das Weibsvolk zum Kreischen zu bringen versuchen.
Ganz nette Sachen? Seit wann ist es denn mit (Dativ) dem unbequemen Dichterfürz Günter Grass nett?
http://katzundgoldt.de/wi_grass.htm
Verschwitzte Grüße,
Niklas
haha… Werben der Bewegung… Ich habe di Russische aufgegeben wenn ich dahin kam. Leider gibt es aehnliche Probleme auch auf Bulgarisch, trotzdem dass die Grammatiak am meisten errinert auf Germanische sprachen. Balkans rulez, alles hier ist irgendwie eine mischung von alles moegliches, so auch die Sprachen.
Ey Linda. Das ist ja echt… Wer ist denn das? Dieser Joel? Worldbank?
Ich halt’s nicht aus. Ich halt’s nicht aus.
Hat Asa noch ihr Blog? Kannst du mir eventuell mal den Link schicken?
und wir werden hier jeden tag mit bier besucht (zumindest in der theorie) das dann nachts am osterbekkanal getrunken wird. und das von jemandem der hier mit pullover rumlaufen wollte